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Was wird aus den Kindern? Dies ist häufig ein zentraler Punkt bei der Frage, ob Ehegatten sich trennen bzw. sich scheiden lassen wollen.

Kinder können für die Trennung ihrer Eltern nichts, leiden darunter aber am meisten und sie leiden noch mehr, wenn sich ihre Eltern über ihre Belange nicht einigen können, ihren Konflikt also auf dem Rücken der Kinder austragen. Es geht um einen Problembereich, der mit sehr viel Sensibilität zu behandeln ist, weshalb das Gesetz auch die Mitwirkung des sachkundigen Jugendamtes vorsieht und dem Familiengericht die Möglichkeit gibt, für das Kind einen zusätzlichen Verfahrensbeistand zu bestellen, der ausschließlich die Interessen des Kindes aus dessen Sicht wahrzunehmen hat.

Es geht überwiegend um folgende Themen:

  • gemeinsames Sorgerecht oder Alleinsorge
  • Aufenthalt des Kindes (Aufenthaltsbestimmungsrecht)
  • Besuchsregelung
  • Ferienregelung
  • Wechselmodell
  • Kindergarten- und Schulbesuch
  • Kontakt mit dem neuen Partner des anderen Elternteils
  • Umgang mit den Großeltern und anderen Personen

Überwiegend bleiben die Kinder bei dem Elternteil, der sie auch während der Ehezeit betreut hat und das ist meist derjenige, der die günstigere (weil geringere) Arbeitszeit hat oder überhaupt nicht arbeitet. Das muss aber nicht so sein. Wird der Aufenthalt der Kinder zwischen den Eheleuten streitig, so hat das Familiengericht auf Antrag - häufig im Wege einstweiliger Anordnung - einem Ehegatten das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen. Das Sorgerecht wird nur in Ausnahmefällen auf einen der Ehegatten übertragen, weil der Gesetzgeber das gemeinsame Sorgerecht als den Regelfall definiert.

Kindeswohl

Zentrales Kriterium bei allen Entscheidungen - auch des Gerichts - ist das "Kindeswohl" und das Kindeswohl gebietet es in aller Regel, dass die Eltern ihre Entscheidungen sachlich, vernünftig und einvernehmlich treffen, um die Kinder der gerade für sie schon ohnehin sehr schwierigen Situation nicht weiter zu belasten. Ist dies nicht oder nur sehr schwer möglich, sollte möglichst schnell professionelle Hilfe beim Jugendamt/oder Anwalt eingeholt werden, da sich die bei der Gerichtsentscheidung erheblichen Tatsachen allein durch Zeitablauf in die eine, als auch die andere Richtung verändern können. Wenn beispielsweise das 10-jährige Kind seit 6 Monaten beim halbschichtig tätigen Vater wohnt und dort auch neue Freunde gefunden hat, wird es für die wohlhabende nicht berufstätige Mutter mit optimalem Kinderzimmer schwer sein, diese Situation zu ändern.

Dann bleibt (nur noch) ein Umgangsrecht, das je nach Umständen des Einzelfalles großzügig um umfangreich vereinbart oder vom Gericht beschlossen werden kann und sich dann meist auf zweiwöchige Besuche mit Ferien und Feiertagsregelung beschränkt.

Wenn die Eltern trotz Trennung nach wie vor eine funktionierende Kommunikation haben, ist immer auch an ein Wechselmodell zu denken, das dem Wohl der Kinder am gerechtesten sein könnte.

Einstweilige Anordnung

Dringende Probleme können - aber auch nur vorläufig - über eine beim Familiengericht zu beantragende einstweilige Anordnung gelöst werden. Häufig schließen sich allerdings daran lang andauernde Hauptsacheverfahren an, in denen ein familienpsychologisches Gutachten vom Gericht einzuholen ist.

Nicht nur um den Kindern die Belastung zu nehmen sollte immer in einem frühen Stadium versucht werden, eine schnelle, tragfähige Einigung herbeizuführen.

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