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Volljährige Kinder sind für ihren Unterhalt selbst verantwortlich und haben nur in Ausnahmefällen einen Unterhaltsanspruch. Der wichtigste und häufigste Fall ist dabei der Ausbildungsunterhaltsanspruch (§ 1610 Absatz 2 BGB). Eltern haben ihren Kindern danach „die Kosten einer angemessenen Vorbildung zu einem Beruf“ zur Verfügung zu stellen. Es ist also in der Regel nur eine Ausbildung geschuldet, die den Fähigkeiten und Neigungen des Kindes entsprechen muss. Eine solche Ausbildung kann sich auch in verschiedenen Schritten vollziehen, wie zum Beispiel Schulausbildung mit Abschluss Abitur, Lehre mit Abschluss Bankkaufmann mit Anschließendem Studium der Betriebswirtschaft. In einem solchen Abitur-Lehre-Studium Fall bejaht die Rechtsprechung einen durchgehenden Unterhaltsanspruch, wenn die Ausbildung als einheitlich bewertet werden kann, ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen den einzelnen Schritten besteht und die Stufen zielstrebig durchlaufen werden. Im Einzelnen sind viele Kombinationen von Ausbildungsschritten denkbar, bei denen die Voraussetzungen für einen durchgehenden Unterhaltsanspruch gegeben sein können und die teilweise von der Rechtsprechung anerkannt werden.

Eigenes Einkommen (wie etwa eine Ausbildungsvergütung) ist bedarfsdeckend überwiegend anzurechnen wie auch das Kindergeld. Bei Schülern und Studenten bleibt jedoch eigenes Einkommen bis zu einer großzügigen Grenze anrechnungsfrei.

Voraussetzung für das Weiterbestehen des Anspruchs auf Ausbildungsunterhalt ist, dass die Ausbildung zielstrebig durchlaufen wird, wobei der Unterhaltspflichtige zum Zwecke der Kontrolle einen Anspruch auf Vorlage von Zeugnissen und Ausbildungsnachweisen hat.

Der Anspruch auf Ausbildungsunterhalt endet spätestens 3 Monate nachdem die Berufsausbildung abgeschlossen ist. Behinderten und dauerhaft erwerbsunfähig erkrankten Kindern gegenüber bleiben Eltern auch nach Eintritt der Volljährigkeit und abgeschlossener Berufsausbildung verpflichtet, wenn diese einen Arbeitsplatz nicht finden können.

Nach den unterhaltsrechtlichen Leitlinien des OLG Schleswig beträgt der Bedarf eines Studierenden zur Zeit monatlich 735,00 €. Hierin sind bis zu 300,00 € für Miete inklusive Betriebskosten und Heizung enthalten. Für andere Kinder kann bei eigenem Haushalt derselbe Betrag zugrunde gelegt werden. Das gezahlte Kindergeld ist darauf anzurechnen.

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